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Sehr geehrte Damen und Herren,
am 10. Februar diesen Jahres wurde in der Galerie Pankow die
Ausstellung
Friedrich B. Henkel: Tektonik der Stille – Dimensionen der
Collage eröffnet.
Die Ausstellung findet statt aus Anlass des bevorstehenden 90.
Geburtstages des Bildhauers am 26. Juli diesen Jahres
(Lebenslauf des Künstlers
hier), geöffnet
noch bis zum 22.3.2026, Breite Straße 8, 13187 Berlin,
Di – Fr 12 – 20, Sa und So 14 – 20 Uhr.

Ein Lebenslauf I, 2000, hellroter Sandstein, 30 x 40 x 15 cm
für größere Fassungen (der kleinen Werkabbildungen): auf
die Bilder klicken
„Das nunmehr in siebzig Jahren gewachsene Werk Friedrich B.
Henkels ist weit gefächert. Neben Plastik und Skulptur ist
ein umfangreiches Œuvre auf Papier entstanden. Druckgrafik
und mit Bleistift, Tusche Kreide, Deckfarben, Tempera, sowie
in Mischtechniken ausgeführte Zeichnungen. Wenngleich es
sich überwiegend um eigenständige Arbeiten handelt … haben
sie dennoch sehr viel mit dem räumlichen wie figurativen
Denken des Bildhauers zu tun. Das trifft auch auf seine
bisher wenig gezeigten Collagen zu.“
Konstruktive Skulptur (Zeichen), 2010, Collage, 41,5 x 56,2
cm / Architektur, 2024, Collage, 29,6 x 39,6 cm
Helle Landschaft, 1990, Collage, 36 x 47,8 cm / Skulptur,
1977, Collage, 29,8 x 48 cm
„Der Vorgang des Machens“ (bei den Collagen) „ist ein
anderer als beim Zeichnen oder unmittelbar formenden
Farbauftrag. Es geht um das Ordnen vorhandener Elemente,
ihre Platzierung im Viereck des Papiergrundes und die Frage
nach ihrer möglichen Beziehung zueinander. Erst im
Aneinanderlegen, Überscheiden, Verwerfen wächst die
Entscheidung zur endgültigen Fixierung. Sie folgt keinem
Plan, sondern der Intuition. … Anders als beim Zeichnen ist
in den Collagen eine gewisse Großzügigkeit angelegt. Die
Abstraktion muss nicht erst aus der vorgestellten Reduktion
entstehen. Sie wird im Vorgefundenengesehen, in zufälligen
Fundstücken, die als Bausteine Formenangebote machen, die
eine bildnerische Antwort herausfordern und deren Konsistenz
und Gestaltung spontane Assoziationen freisetzen.“
Römische Wand I, 1981, Collage, 24 x 19 cm / Florentiner
Stillleben, 1981, Collage, 25,6 x 40 cm
„Was in den 1960er Jahren zunächst auf oder im Ergebnis von
Reisen entstanden ist, launig scheinende Postkarten-Collagen
aus Erinnerungsfragmenten des lakonisch empfundenen
Lokalkolorits, fand später seine systematische Fortführung
als künstlerisches Prinzip.“
Figuration II, 1989, Steincollage, Höhe: 31 cm / Figuration,
1990, Steincollage, Höhe: 24 cm
„Diese, damals noch als Lockerungsübungen bezeichneten
Arbeiten spielten zunächst, was den Umfang betrifft, eine
marginale Rolle in seinem Werk. Dennoch eröffneten sie neue
Perspektiven, auch für die plastische Arbeit. Aus in Farbe
und Beschaffenheit unterschiedlichen Materialien
entstandenen Assemblagen und eine Gruppe von Steincollagen,
Figurationen aus bearbeiteten Teilen, die zu einer
Gesamtform komponiert wurden.“
Großer Goulas, 2022, Mischtechnik, Collage, 42 x 59 cm /
Kykladischer Goulas, 2022, Mischtechnik, Collage, 37,7 x 43
cm
Skulptur, 2023, Collage, 49,8 x 35 cm / Liegende Figur,
1990, Mischtechnik, Collage, 36 x 48 cm
„Schaut man auf sein Werk, so glaubt man, dass in den
Collagen mitunter eine pointierte Zusammenfassung eines
Themas auf unterschiedliche Weise gestellt wurde. Tastendes
Ausloten eines Themas ist einer mutigen Radikalität
gewichen, die wie ein Schlusspunkt am Ende einer
Gedankenkette wirkt, an dem der Bildhauer zu großmöglichster
Freiheit im bildnerischen Ausdruck gelangt ist. Nicht
zufällig ist die Collage im Spätwerk des Bildhauers ins
Zentrum seiner künstlerischen Arbeit gerückt.“
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Friedrich
B. Henkel – Tektonik der Stille
Dimensionen der Collage
Galerie Pankow
Breite Straße 8
13187 Berlin
Ausstellung vom 11. Februar bis zum 22. März 2026
Katalog zur Ausstellung:
Text von Anita Kühnel, zahlreiche
Werkabbildungen
hrsg. von Annette Tietz, Galerie Pankow
für das Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026
Preis: 15 €
Gestaltung
Kraft plus Wiechmann
Fotos Werkabbildungen Friedrich B. Henkel:
Galerie Pankow/Roman März
Zitate aus dem Katalog-Text von Anita Kühnel |

Raumordnung, 1992, Holz, 32,5 x 47 cm
Sehr geehrte Damen und Herren,
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ich habe den Bildhauer Michael Karlovski aus der Ukraine
wieder- gefunden.
Seit 2002 hatte ich Werke von ihm im
Bestand, in der Galerie am Wasserturm, dann in der Galerie
am Gendarmenmarkt und schließlich bis zur Schließung im stilwerk Berlin.
2014 gab es im Kabinett eine Personal-Ausstellung
seiner Arbeiten
mit dem Titel
„Artefakte“, wozu ein Katalog erschien.
Karlovski, 1968 in Mikolaiw in der Ukraine
geboren, kann inzwischen ein umfangreiches
bildhauerisches Werk vorweisen. Studiert hat er
von 1989 bis 1992 an der Kunstakademie Kiew, von
1992 bis 1995 an der Burg Giebichenstein
Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale)
bei Prof. Bernd Göbel. 2000 übersiedelte er nach
Berlin, lebte ab 2013 in Wollin in der Nähe von
Prenzlau. Sein Œuvre wurzelt in der Tradition
Hallescher Plastik der Moderne und ist doch
schon von einer unverwechselbaren Handschrift
geprägt.
Nun lebt er wieder in Halle an der Saale, wo er studiert hatte.
Ich stelle Ihnen erstmalig seit 2020 neuere Arbeiten von
ihm vor.
Weitere Arbeiten finden Sie im Bestand auf der
Website
kunsthandel-karger.com unter Künstler/Karlovski
bzw. direkt
hier.
Harlekin, 2017,Bronze, patiniert, versilbert, Höhe: 20 cm,
14 x 38 x 16 cm |
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Setanta, 2023, Bronze, patiniert, Höhe: 39 cm /
Judith, 2018, Bronze, patiniert, vergoldet, Höhe: 60 cm

Zeus und Europa, 1992, 2025, Bronze, patiniert, vergoldet,
40 x 65 x 80 cm
O. T., 2025, Bronze, patiniert, Höhe: 89 cm / Sophia, 2024,
Bronze patiniert, vergoldet, bemalt, Höhe: 36 cm
Noema, 2018, Bronze, patiniert, Höhe: 32 cm / Athene,
2018, Bronze, patiniert, Höhe: 35 cm /
Noa, 2020, Bronze patiniert, vergoldet, Höhe: 25 cm

Liegende, 2023, Bronze, 14 x 38 x 16 cm
Nun haben Sie, hoffe ich, genug zu schauen, viel Freude
dabei.
Herzliche Grüße
Ihr Wilfried Karger
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