|
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2025 ist zu Ende gegangen. Wie wir auch immer dazu
stehen mögen, es ist zu Ende.
Ein Grund, zurückzublicken auf ausgewählte Plastiken, die im
vergangenen Jahr in den zehn Newslettern zu sehen waren. Hier
eine kleine Auswahl der Newsletter des Jahrs 2025 zur
Einstimmung auf das Kommende:
Sebastian Paul, 1977 geboren in Berlin, lebt in
Berlin
Gestrandet – und Königsstein liegt doch am Meer, 2021,
Bronze, 1/5, Guss: Kunstgießerei Altglienicke


Eine Plastik von feiner Poesie. Zum Titel schreibt Sebastian
Paul:
»Königstein ist ein Ort in der Oberpfalz, an den Ausläufern
der Fränkischen Schweiz. Die Felsen dort sind sogenannter
Riffkalk, entstanden beim Abfließen des Urmeeres…... In
Königstein stand ein wunderschönes, lange leerstehendes
barockes Pfarrhaus zum Verkauf, mit einem älteren
Ursprungsbau mit Kreuzgewölbe. In diesem Haus hatte ich
zusammen mit Johanna Späthe, einer Textilkünstlerin und
Nachbarin zum Pfarrhaus eine Ausstellung mit dem Titel ›Und
Königstein liegt doch am Meer....‹. Diese beiden Grundstücke
wirken zusammen mediterran, ich glaube deshalb sind wir auf
den Titel gekommen. Ich konnte einen Monat im leerstehenden
Pfarrhaus arbeiten und der Torso ist dort entstanden, als
einzige Arbeit. Ich habe viel geträumt, welcher Raum Atelier
wird, wo die Druckpresse stehen wird, wo ein
Ausstellungsraum entsteht und stand mit dem Eigentümer in
Kontakt. Leider habe ich den Zuschlag nicht erhalten, aber
ich hatte ein schönes Konzept.«
Anna Martha Napp, geboren 1982 in Wismar, lebt in
Maßlow bei Wismar:
Rabbi William Wolff, 2023, Bronze, Guss: Bronzegießerei
Karsten Lachmann, Ziesendorf, H: 43 cm
Der Rabbi William Wolff hat in Schwerin und Rostock und in
anderen jüdischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns
unvergessliches geleistet, in der gleichen Stille, wie sie
diese Plastik ausstrahlt.
»Nur indem man das Persönliche, das Individuelle darstellt,
es dadurch zu einem Bild größerer Allgemeingültigkeit
erhebt, hat man die Chance auch andere Menschen
anzusprechen. Ich suche in meiner Arbeit nach dem Wesen der
Dinge.« Anna Martha Napp, 2014
»Kunst ist eine Sache allertiefster Menschlichkeit« Ernst
Barlach 1918
Ein Angebot aus privater Hand, eine Bronze von Joachim
Dunkel, Berlin1925 bis 2002 Berlin:
Pferd, 1984, Bronze auf Bronze-Plinthe (gezogene Bronze,
Richard Barth lieferte diese edle Variante auf Bestellung),
H: 30 cm
Der 6. Guss wurde vom Berliner Stadtmuseum 1996 erworben.
Diese Plastik ist vielfach auf Ausstellungen »Pferd &
Reiter« präsentiert worden, auch in Katalogen abgebildet zur
Darmstädter Sezession und in der Großen Münchner
Kunstausstellung, als Mitglied der Sezession zum Beispiel.
|
Emerita Pansowová,
1946 in der Slowakei geboren, lebt in Prenden:
Kleine Stehende, 2000, Bronze 4/6, Guss: Andre
Hedtke, Berlin, H: 17,3 cm, bez.: E.P.
 |
Anna Franziska Schwarzbach, 1949 in Rittersgrün
geboren, lebt in Berlin:
Christopherus nach Veit Stoss, 2022, Modell zum großen
Christopherus, 2022, Bronze, 1/12, Guss: Roman Pecher, 28,5
× 12 × 11 cm
 |
FOTIS
Ausgeglichenes Paar, 1973, Bronze, 6/8, signiert, 24 × 21 ×
9 cm, Guss: Hermann Noack, Berlin
Fotis Chatzioanndis ist sein eigentlicher Name, unschwer als
griechisch zu erkennen. Dankenswerter Weise hat er sich früh
entschlossen, seinen Vornamen als Künstlernamen zu
verwenden, nun heißt er ganz einfach FOTIS.
Geboren ist er 1940 in Xanthi, von 1952 bis 1959 studierte
er Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Athen,
bis 1971 war er als freischaffender Bildhauer in Athen tätig
bis er übersiedelte nach Berlin (West). Von 1972 bis 1977
studierte er an der Hochschule der Künste Berlin und war
Meisterschüler von Professor Bernhard Heiliger. 1988 wurde
er als Ordentlicher Professor für Bildhauerei an die
Hochschule der Künste in Saloniki, Griechenland, berufen,
von da an lebte er nur noch zeitweise in Berlin, dies aber
bis heute.
Vertreten wurde er damals von der Galerie Litzow, später von
Hartmann & Noé in der Knesebeckstraße, die im Jahre 2003
ihre Tätigkeit einstellte. Seitdem ist es ruhig geworden um
FOTIS in Berlin.
Insofern freue ich mich, dass ich Ihnen ein Werk von ihm
präsentieren kann, die Auflagen seiner Bronzen aus den 70er
und 80er Jahren sind ausgegossen. Heute experimentiert FOTIS
mit großen Skulpturen in der Kombination von Bronze und Glas
bei Hermann Noack.
»Der Professor für Bildhauerei an der Universität Saloniki«,
schrieb Anita Wünschmann in der Berliner Zeitung vom
15.9.1998, »analysiert Brüche und Verbindungen von Mensch
und Technik mit dem Ziel, ein poetisch verdichtetes Bild der
Würde zu erschaffen, ohne glatt und langweilig einer
unantastbaren Schönheit zu huldigen. Seine polierten Bronzen
bzw. sein makellos geschliffener weißer, kristalliner Marmor
künden von seinen Ansprüchen an ästhetische Qualität als
Gegenkonzept zu dem kurzlebigen und schlecht Gemachten.«
Kristof Grunert ist 1977 in Dresden geboren, 2000 -
2005 Studium Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin
Weißensee und an der Glasgow School of Art, 2005/2006
Meisterschüler bei Prof. Berndt Wilde, seit 2005
freiberuflich in Dresden tätig, seit 2019 Leitung des
Fachbereichs Anatomie an der Hochschule für Bildende Künste
Dresden.

Taube I, 2009, Bronze 5/9, 20 × 24 × 12 cm, Guss: Wilfried
Hann

Taube III, 2008, Bronze, 20 × 20 × 18 cm, Guss: Wilfried
Hann
Das Schaffen von Kristof Grunert ist vielschichtig,
vielschichtig im Material, dieses nutzend, manchmal spielend
anmutend zur Gewinnung neuer plastischer Strukturen, die
sich auch in Bronze übertragen lassen. Vielseitigkeit hat er
auch in der Zielsetzung des tierischen Abbildes in der
Spannbreite zwischen Erfassung des Wesens des Tieres und als
Anregung zur formalen Auseinandersetzung, kein üblicher
Tierbildhauer also, ein Bildhauer, der die Tierkörper als
plastische Herausforderung erlebt.
Plastiken von Waldemar Otto, Präsentation zu seinem
Schaffen
hier, sind seit längerer Zeit
Abstinenz wieder bei mir verfügbar. Ich stelle IHNEN_DIR nach
und nach einige vor, SIE_KÖNNEN aber auch gezielt nach
Güssen fragen.
|

Gedrehter Torso XVIII, 1994
Bronze, 1/6, 53 × 37 × 26 cm, WVZ: 335 |

Rostocker Nereus II (Zwischenversion), 2000
Bronze, 2/12, 32,5 × 15 × 20 cm, WVZ: 470 |
|

Mann und Hund, 2008
Bronze, 1/12, H: 33 cm, signiert, datiert
WVZ: 592 |

Esel, 2017 bis 2019 (aus: Figuren zur Krippe)
Bronze, 12 × 20 cm
|

Kleiner Petersburger Stier II, 1998, 12er
Auflage, H: 8,5 cm

Kleinster Petersburger Stier II, 1998, Bronze, H: 6,5 cm
Mann stehend II (Singender), 2006, Bronze, braun patiniert,
1/12, 60,7 × 7,6 × 20 cm , WVZ: 573
Weibliche Figur mit Gewand V, 2003, Bronze, 12er Auflage, H:
62 cm, WVZ: 502
Rostocker Triton (Zwischenversion), 2000, Bronze (3 Güsse,
12 Auflagen), H: 54,5 cm, WVZ.: 471
Weitere Plastiken
von Waldemar Otto auf Nachfrage.
Noch ein Hinweis:
Das Auktionshaus VAN HAM in Köln versteigert am 29. Januar
2026 in einer Sonderauktion 50 Plastiken von Waldemar Otto
aus verschiedenen Schaffensperioden und Werkgruppen. Aus
diesem Anlass ist ein informativer Katalog mit Abbildungen
aller Losnummern erschienen,
PDF hier.
Bestellung Printausgabe: Hannah von Sigritz: 0221 952862103, Katharina Otto: 030 76803200,
kat.otto@gmail.com
Zum Schluss noch zwei Ausstellungshinweise:
|
 |
Inge Flierl | Waldemar Grzimek | Bildteppiche
| Plastiken
GALERIE3PLUS
GOLEM-HOF
Sieversdorfer Straße 19 a
15236 Jacobsdorf OT Petersdorf
Vernissage 24. Januar – 15 Uhr
Musik: Elisabeth Balke, Musikschule
Frankfurt/Oder
Redner: Prof. em. Ulrich Reimkasten (Künstler
und langjähriger Freund von Inge Flierl)
24. Januar 2026 – 11. April 2026
geöffnet Di – Fr 10 – 16, jeden 2. und 4. Sa im
Monat 10 – 17 Uhr
„Kunst kommt von Können und damit sie sich
entfalten kann, braucht sie Menschen, die
Meisterschaft und Kreativität erkennen, fördern
und bewahren.“
2013 beschreibt Inge Flierl (1926 – 2025) mit
diesen Worten in ihrer Retrospektive
„Spurensuche“, über 50 Jahre künstlerisches
Schaffen, ein Werk das bis heute berührt und
inspiriert.
weitere Informationen zur Ausstellung
hier |
|
 |
Friedrich
B. Henkel – Tektonik der Stille
Dimensionen der Collage
Galerie Pankow
Breite Straße 8
13187 Berlin
Vernissage
Dienstag, 10.02.2026, 19.00 Uhr
Es sprechen:
Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Anita Kühnel, Kunsthistorikerin, Berlin
Ausstellung vom 11. Februar bis 22. März 2026
Abbildung:
Friedrich B. Henkel, Römische Wand, 1981,
Collage, 24 × 19 cm
weitere Informationen zur Ausstellung
hier |
Sehr geehrte Damen und Herren,
wünschen wir uns für das Ende des Jahres 2026, dass wir
sagen können, es hätte schlimmer kommen können, in der
Ukraine, in Palästina, auf Grönland und bei fünf Landtagswahlen
in Deutschland.
Uns selbst wünschen wir wenigstens Gesundheit, ein bisschen
Glück und Erfolg.
Ihr Wilfried Karger
|