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Archivierte Newsletter ab September 2020 hier
 

20.1.2026

Newsletter 01/2026 – Nachlese

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2025 ist zu Ende gegangen. Wie wir auch immer dazu stehen mögen, es ist zu Ende.
Ein Grund, zurückzublicken auf ausgewählte Plastiken, die im vergangenen Jahr in den zehn Newslettern zu sehen waren. Hier eine kleine Auswahl der Newsletter des Jahrs 2025 zur Einstimmung auf das Kommende:

Sebastian Paul, 1977 geboren in Berlin, lebt in Berlin
Gestrandet – und Königsstein liegt doch am Meer, 2021, Bronze, 1/5, Guss: Kunstgießerei Altglienicke

Eine Plastik von feiner Poesie. Zum Titel schreibt Sebastian Paul:

»Königstein ist ein Ort in der Oberpfalz, an den Ausläufern der Fränkischen Schweiz. Die Felsen dort sind sogenannter Riffkalk, entstanden beim Abfließen des Urmeeres…... In Königstein stand ein wunderschönes, lange leerstehendes barockes Pfarrhaus zum Verkauf, mit einem älteren Ursprungsbau mit Kreuzgewölbe. In diesem Haus hatte ich zusammen mit Johanna Späthe, einer Textilkünstlerin und Nachbarin zum Pfarrhaus eine Ausstellung mit dem Titel ›Und Königstein liegt doch am Meer....‹. Diese beiden Grundstücke wirken zusammen mediterran, ich glaube deshalb sind wir auf den Titel gekommen. Ich konnte einen Monat im leerstehenden Pfarrhaus arbeiten und der Torso ist dort entstanden, als einzige Arbeit. Ich habe viel geträumt, welcher Raum Atelier wird, wo die Druckpresse stehen wird, wo ein Ausstellungsraum entsteht und stand mit dem Eigentümer in Kontakt. Leider habe ich den Zuschlag nicht erhalten, aber ich hatte ein schönes Konzept.«

Anna Martha Napp, geboren 1982 in Wismar, lebt in Maßlow bei Wismar:
Rabbi William Wolff, 2023, Bronze, Guss: Bronzegießerei Karsten Lachmann, Ziesendorf, H: 43 cm

Der Rabbi William Wolff hat in Schwerin und Rostock und in anderen jüdischen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns unvergessliches geleistet, in der gleichen Stille, wie sie diese Plastik ausstrahlt.
»Nur indem man das Persönliche, das Individuelle darstellt, es dadurch zu einem Bild größerer Allgemeingültigkeit erhebt, hat man die Chance auch andere Menschen anzusprechen. Ich suche in meiner Arbeit nach dem Wesen der Dinge.« Anna Martha Napp, 2014
»Kunst ist eine Sache allertiefster Menschlichkeit« Ernst Barlach 1918

 

Ein Angebot aus privater Hand, eine Bronze von Joachim Dunkel, Berlin1925 bis 2002 Berlin:
Pferd, 1984, Bronze auf Bronze-Plinthe (gezogene Bronze, Richard Barth lieferte diese edle Variante auf Bestellung), H: 30 cm

Der 6. Guss wurde vom Berliner Stadtmuseum 1996 erworben. Diese Plastik ist vielfach auf Ausstellungen »Pferd & Reiter« präsentiert worden, auch in Katalogen abgebildet zur Darmstädter Sezession und in der Großen Münchner Kunstausstellung, als Mitglied der Sezession zum Beispiel.

Emerita Pansowová, 1946 in der Slowakei geboren, lebt in Prenden:
Kleine Stehende, 2000, Bronze 4/6, Guss: Andre Hedtke, Berlin, H: 17,3 cm, bez.: E.P.

 

 

Anna Franziska Schwarzbach, 1949 in Rittersgrün geboren, lebt in Berlin:
Christopherus nach Veit Stoss, 2022, Modell zum großen Christopherus, 2022, Bronze, 1/12, Guss: Roman Pecher, 28,5 × 12 × 11 cm

 

FOTIS
Ausgeglichenes Paar, 1973, Bronze, 6/8, signiert, 24 × 21 × 9 cm, Guss: Hermann Noack, Berlin

Fotis Chatzioanndis ist sein eigentlicher Name, unschwer als griechisch zu erkennen. Dankenswerter Weise hat er sich früh entschlossen, seinen Vornamen als Künstlernamen zu verwenden, nun heißt er ganz einfach FOTIS.
Geboren ist er 1940 in Xanthi, von 1952 bis 1959 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Athen, bis 1971 war er als freischaffender Bildhauer in Athen tätig bis er übersiedelte nach Berlin (West). Von 1972 bis 1977 studierte er an der Hochschule der Künste Berlin und war Meisterschüler von Professor Bernhard Heiliger. 1988 wurde er als Ordentlicher Professor für Bildhauerei an die Hochschule der Künste in Saloniki, Griechenland, berufen, von da an lebte er nur noch zeitweise in Berlin, dies aber bis heute.
Vertreten wurde er damals von der Galerie Litzow, später von Hartmann & Noé in der Knesebeckstraße, die im Jahre 2003 ihre Tätigkeit einstellte. Seitdem ist es ruhig geworden um FOTIS in Berlin.
Insofern freue ich mich, dass ich Ihnen ein Werk von ihm präsentieren kann, die Auflagen seiner Bronzen aus den 70er und 80er Jahren sind ausgegossen. Heute experimentiert FOTIS mit großen Skulpturen in der Kombination von Bronze und Glas bei Hermann Noack.
»Der Professor für Bildhauerei an der Universität Saloniki«, schrieb Anita Wünschmann in der Berliner Zeitung vom 15.9.1998, »analysiert Brüche und Verbindungen von Mensch und Technik mit dem Ziel, ein poetisch verdichtetes Bild der Würde zu erschaffen, ohne glatt und langweilig einer unantastbaren Schönheit zu huldigen. Seine polierten Bronzen bzw. sein makellos geschliffener weißer, kristalliner Marmor künden von seinen Ansprüchen an ästhetische Qualität als Gegenkonzept zu dem kurzlebigen und schlecht Gemachten.«

Kristof Grunert ist 1977 in Dresden geboren, 2000 - 2005 Studium Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Glasgow School of Art, 2005/2006 Meisterschüler bei Prof. Berndt Wilde, seit 2005 freiberuflich in Dresden tätig, seit 2019 Leitung des Fachbereichs Anatomie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Taube I, 2009, Bronze 5/9, 20 × 24 × 12 cm, Guss: Wilfried Hann

Taube III, 2008, Bronze, 20 × 20 × 18 cm, Guss: Wilfried Hann

Das Schaffen von Kristof Grunert ist vielschichtig, vielschichtig im Material, dieses nutzend, manchmal spielend anmutend zur Gewinnung neuer plastischer Strukturen, die sich auch in Bronze übertragen lassen. Vielseitigkeit hat er auch in der Zielsetzung des tierischen Abbildes in der Spannbreite zwischen Erfassung des Wesens des Tieres und als Anregung zur formalen Auseinandersetzung, kein üblicher Tierbildhauer also, ein Bildhauer, der die Tierkörper als plastische Herausforderung erlebt.

Plastiken von Waldemar Otto, Präsentation zu seinem Schaffen hier, sind seit längerer Zeit Abstinenz wieder bei mir verfügbar. Ich stelle IHNEN_DIR nach und nach einige vor, SIE_KÖNNEN aber auch gezielt nach Güssen fragen.

Gedrehter Torso XVIII, 1994
Bronze, 1/6, 53 × 37 × 26 cm, WVZ: 335

Rostocker Nereus II (Zwischenversion), 2000
Bronze, 2/12, 32,5 × 15 × 20 cm, WVZ: 470

 

Mann und Hund, 2008
Bronze, 1/12, H: 33 cm, signiert, datiert
WVZ: 592

Esel, 2017 bis 2019 (aus: Figuren zur Krippe)
Bronze, 12 × 20 cm
 

Kleiner Petersburger Stier II, 1998, 12er Auflage, H: 8,5 cm

Kleinster Petersburger Stier II, 1998, Bronze, H: 6,5 cm

Mann stehend II (Singender), 2006, Bronze, braun patiniert, 1/12, 60,7 × 7,6 × 20 cm , WVZ: 573
Weibliche Figur mit Gewand V, 2003, Bronze, 12er Auflage, H: 62 cm, WVZ: 502
Rostocker Triton (Zwischenversion), 2000, Bronze (3 Güsse, 12 Auflagen), H: 54,5 cm, WVZ.: 471

Weitere Plastiken von Waldemar Otto auf Nachfrage.

Noch ein Hinweis:

Das Auktionshaus VAN HAM in Köln versteigert am 29. Januar 2026 in einer Sonderauktion 50 Plastiken von Waldemar Otto aus verschiedenen Schaffensperioden und Werkgruppen. Aus diesem Anlass ist ein informativer Katalog mit Abbildungen aller Losnummern erschienen, PDF hier.
Bestellung Printausgabe: Hannah von Sigritz: 0221 952862103, Katharina Otto: 030 76803200, kat.otto@gmail.com

Zum Schluss noch zwei Ausstellungshinweise:

Inge Flierl | Waldemar Grzimek | Bildteppiche | Plastiken

GALERIE3PLUS
GOLEM-HOF
Sieversdorfer Straße 19 a
15236 Jacobsdorf OT Petersdorf

Vernissage 24. Januar – 15 Uhr
Musik: Elisabeth Balke, Musikschule Frankfurt/Oder
Redner: Prof. em. Ulrich Reimkasten (Künstler und langjähriger Freund von Inge Flierl)


24. Januar 2026 – 11. April 2026
geöffnet Di – Fr 10 – 16, jeden 2. und 4. Sa im Monat 10 – 17 Uhr


„Kunst kommt von Können und damit sie sich entfalten kann, braucht sie Menschen, die Meisterschaft und Kreativität erkennen, fördern und bewahren.“
2013 beschreibt Inge Flierl (1926 – 2025) mit diesen Worten in ihrer Retrospektive „Spurensuche“, über 50 Jahre künstlerisches Schaffen, ein Werk das bis heute berührt und inspiriert.
 

 

 

weitere Informationen zur Ausstellung hier

 

Friedrich B. Henkel – Tektonik der Stille
Dimensionen der Collage


Galerie Pankow
Breite Straße 8
13187 Berlin


Vernissage
Dienstag, 10.02.2026, 19.00 Uhr

Es sprechen:
Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Anita Kühnel, Kunsthistorikerin, Berlin

Ausstellung vom 11. Februar bis 22. März 2026


Abbildung:
Friedrich B. Henkel, Römische Wand, 1981, Collage, 24 × 19 cm

weitere Informationen zur Ausstellung hier

Sehr geehrte Damen und Herren,

wünschen wir uns für das Ende des Jahres 2026, dass wir sagen können, es hätte schlimmer kommen können, in der Ukraine, in Palästina, auf Grönland und bei fünf Landtagswahlen in Deutschland.

Uns selbst wünschen wir wenigstens Gesundheit, ein bisschen Glück und Erfolg.



Ihr Wilfried Karger

 

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