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Medienecho

 

Ausstellung im Kabinett des showrooms
im stilwerk Berlin

Walter Arnold

(Leipzig 1909 - 1979 Dresden)

Skulptur – Plastik – Grafik

23. August bis 19. Oktober 2019

geöffnet Di – Fr 14 – 19, Sa 10 – 19 Uhr
bei freiem Eintritt

Karte PDF

Eröffnung am Donnerstag, dem 22. August 2019
um 19 Uhr

Über seinen Lehrer spricht Berndt Wilde, Bildhauer, Berlin

Werkabbildungen  Biografie

Der Geburtstag von Walter Arnold jährt sich am 27. August zum 110. Mal - nach Ausstellungen zum 100. Geburtstag von Waldemar Grzimek und zum 90. Geburtstag von Waldemar Otto also eine weitere Jubiläumsausstellung im Jahr 2019.
Doch nicht die Jubiläen der Bildhauer sind das Ziel der Ausstellungen, sondern das bewusste Hochhalten einer wichtigen Tradition in der dreidimensionalen Kunst, die Tradition der figürlichen Bildhauerei, die basiert auf der Fähigkeit, gegenständlich zu arbeiten und das Handwerk ob, modellierend oder meißelnd zu beherrschen. Freilich gibt es heute die verschiedensten Möglichkeiten, sich bildkünstlerisch zu äußern, doch die figurative Bildhauerei wird auch weiterhin Bestand in der Kunstlandschaft haben, auch wenn der Zustand der Bildhauerklassen an den Kunsthochschulen das nicht unbedingt vermuten lässt. Darum scheint es mir wichtig, Jubiläen zu nutzen, um bewährte Maßstäbe hochzuhalten.
Walter Arnold, 1909 in Leipzig geboren, gehört zu der ersten Generation der Bildhauer in der DDR.
An der Leipziger Kunstgewerbeschule Plastik und Keramik studiert, übernimmt er 1949 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden den Lehrstuhl Bildhauerei. Er war der Lehrer vieler Bildhauer, die später die Skulptur und die Plastik in der DDR und darüber hinaus prägten.
Werner Stötzer, Wieland Förster, Jo Jastram, Helmut Heintze, Gerd Jaeger und Berndt Wilde waren unter anderem seine Schüler.
Holz ist das bevorzugte Material des Bildhauers Walter Arnold. Zeitweise drängt sich das Modellieren in Gips für späteren Bronzeguss in den Vordergrund und parallel zum Holz gab es immer die Terrakotta als plastische Vorarbeiten oder Experimente, ein schnelles Material im Unterschied zu dem Holz.
Im Unterschied zu den farbig gefassten Holzplastiken des Mittelalters waren die Bildhauer des beginnenden 20. Jahrhunderts angezogen von dm natürlichen Wesen des Holzes, seinem Wuchs, seiner Maserung und Farbe.
Die zeitweise Abdrängung des Holzes in folkloristische Randbereiche des plastischen Gestaltens verhinderte seinen Einsatz für inhaltlich bedeutsame Anliegen. Ernst Barlach hat mit dieser Haltung gebrochen und bewegende Zeugnisse künstlerischer Einmischung in das Zeitgeschehen hinterlassen - in Holz!
Mit Hans Scheib, Susanne Rast, Klaus Hack und anderen ist das Holz heute stärker in der figurativen Bildhauerei vertreten, als zu den Zeiten Walter Arnolds.
Für diesen war das Holz jenes Material, das ihn in langwierigen Auseinandersetzungen forderte, seine gültige plastische Form zu finden. Sorgsam wählte er die Stämme, die Holzart, die Farbe und Maserung, zäh rang er um die Form, die sich dem natürlichen Wuchs des Stammes unterwarf und zugleich den künstlerischen Willen hervorbrachte.
Seine Holzschnitte, die er mit Aquarellfarben auf Japanpapier druckte, sind in der Formkraft seinen Holzplastiken nahe, sie ergänzen die Ausstellung ebenso sinnvoll wie die empfindsamen Handzeichnungen, die mit sichererem und doch zögernden Strich den weiblichen Körper umreißen, mit unterschiedlichen Körperhaltungen Stimmungen vermitteln.

 

oben v. l. n. r.:
Die Lächelnde, 1977
Daphne, 1977
Bildnis Julia, 1977

links:
Am Wasser, 1968

unten v. l. n. r.:
Sitzende, o. J.
Barbara, 1949
Dagmar, o. J.

Werkaufnahmen:
Hermann Büchner

Für größere Darstellung/Detailinfos auf die Abbildungen klicken.

 

Biografie

Walter Arnold
wurde am 27. August 1909 in Leipzig als Sohn eines Steinmetz geboren. Er absolvierte von 1924 bis 1928 eine Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer. Bis 1932 studierte er an der Leipziger Kunstgewerbeschule Plastik und Keramik. Bis 1933 war er Assistent an der Kunstgewerbeschule und danach freischaffender Künstler in Leipzig. Seinen Unterhalt verdiente er mit Auftragsarbeiten für Grabfirmen sowie durch Fassadensanierungen. Danach war er Soldat der Wehrmacht bzw. in Kriegsgefangenschaft.
1946 wurde Arnold Lehrer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, 1949 folgte er dem Ruf an die Hochschule für Bildende Künste Dresden, an der er bis 1970 als Professor tätig war. 1952 wurde Arnold als Mitglied der Akademie der Künste in Berlin berufen und von 1958 bis 1964 war er Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR.
Am 11. Juli 1979 verstarb Walter Arnold in Dresden.

 

 

 

 

 

 

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