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Newsmail August 2021, Kunsthandel Dr. Wilfried Karger

31.08.2021

Neu im Programm der figurativen Skulpturen ist der Bildhauer Till Pansow

Geboren 1967 in Berlin, 1974 bis 1986 Schulbesuch und Abitur, 1988 Arbeit in einer Kunstformerei,
1988 bis 1995 Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Inge Mahn.
Seit 1995 als freischaffender Bildhauer in Berlin tätig.

Ausstellungsbeteiligungen:
1997 Villa Oppenheim, Berlin,
1998 Galerie Mitte, Berlin
1999 Haus der Kunst, München,
2001 Galerie am Wasserturm, Berlin
2003 Rathaus Treptow, Berlin,
2005 Schul- und Bethaus Altlangsow
2006 Galerie Eva Poll, Berlin,
2007 Ausstellung zum Sächsischen Skulpturenpreis, Chemnitz
2010 Technische Universität Berlin,
2011 Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz
2017 Kleinplastikbiennale Trnava
2019 Klosterkirche Angermunde

Stipendien:
1991 ERASMUS-Stipendium für einen Studienaufenthalt in Edinburgh
1993 Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, Aufenthalt in Bourges
1995 Auslandsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD für Frankreich

Vogue, 2003 - 06, Steinguss, 137 x 100 x 220 cm

Über seine Plastik »Vogue« schreibt Till Pansow:
»Die Linie vom liegenden Fuß über den Rücken - einer sich emporhebenden Welle vergleichbar, kommt auf ihrem Höhepunkt an (Kopf), nun bricht sie sich und kehrt in sich (Arme). Der Titel, gleich dem des Musikvideos ›Vogue‹ von Madonna, ist Ausdruck meiner grenzenlosen Bewunderung und Hommage an die dort zu sehenden, unerreichbar eleganten Tanzbewegungen.«

Till Pansow beschreibt hier sehr eindringlich sein plastisches Denken. Die Bewegungen der Körperlinien sind Träger seiner Emotionen, die er übermitteln will. Eine besondere Synthese rational durchdachter Konstruktion und emotional geprägter Bewegung entsteht. Dabei streben die lebensgroßen bzw. überlebensgroßen Figuren nach einem architektonischen Raum, sie wollen zwischen Mensch und Architektur vermitteln.

La Rocherolle, 1997, Steinguss, 167 x 70 x 90 cm / Denkender, 2000 - 01, Gips, 234 x 56 x 61 cm

Als Till Pansow sein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee beendete, hatte sich im Osten Berlins eine radikale Wende aller gesellschaftlichen Verhältnisse vollzogen: Die Dogmen einer sozialistischen Kunstpolitik durch die SED waren abgelöst worden von den Mechanismen des Kunstmarktes und des Mainstreams. Er musste seinen eigenen bildhauerischen Weg finden: entweder sich dem Gruppendenken anschließen, das eine Abkehr von der Darstellung des Menschen in der Bildhauerei favorisierte, wie das seine Professorin, einst Meisterschülerin von Joseph Beuys an der Düsseldorfer Akademie, praktiziert. Oder aber festhalten an der bildhauerischen Tradition, in der er groß geworden war.
Den eigenen Weg zu finden, ist wohl die anspruchsvollste Aufgabe, der ein Künstler sich stellen muss, vor allem dann, wenn er keiner Gruppendynamik folgen will.
Mit seinen überlebensgroßen Figuren aus den Jahren 1997, 2000 und 2003 bis 2006 hat Till Pansow überzeugend sein eigenes Vorhaben verkündet.
2017 folgte die Große Stehende, 190 cm hoch.

Daneben gibt es eine Reihe Bronzeplastiken im kleinen Format.

Mädchen, 1998, Bronze, 29 x 8 x 7 cm / Pour Helene, 1959, Bronze, 32 x 11 x 17 cm / Knabe, sich nach links drehend, 1995, Bronze, 28 x 10 x 7 cm - für größere Darstellung auf die Werkabbildungen klicken

Für Katia, 2009, Bronze, 26 x 11 x 5 cm / Helene, 2000, Bronze, 33 x 8 x 8 cm / E. P. gewidmet, 199, Bronze, 20 x 8 x 10 cm
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»Die Statuetten mit ihrer Gestik wirken wie ein Figurenprogramm, das sein Wollen erkennen lässt und nach einem großen Maß strebt. Zwanglose Selbstverständlichkeit, etwas Momentanes in den Gesten, das sich selbst erklärt.« (Jens Semrau anlässlich der Ausstellung in der TU Berlin)

»Till Pansow liebt archaische Plastik und bewundert die Künstler, die am wenigsten ihrer Zeit oder dem jeweiligen Zeitstil unterworfen sind. Er sucht Kunst die ›fern jeden Kunstdenkens ist‹. Obwohl seine Figuren als solche erkennbar sind, sind sie weder literarisch noch formal zu fixieren. Sie sind keine Dogmen oder Manifeste, sondern bloße Andeutungen, Annäherungen und Berührungen. Der Inhalt nähert sich oder er berührt die Form, die Form berührt oder betastet den Inhalt. (…) Seine Figuren wirken in Veränderung begriffen.« (Inge Mahn)

Sitzender, 1999, Bronze, 19 x 19 x 11 cm / Studie (Vouge), 2002, Bronze, 16 x 8 x 20 cm
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Während die überlebensgroßen Skulpturen in getönten Gips oder Steinguss ausgeführt sind, sind Till Pansows kleineren Bronzen oft Rohgüsse, nicht patiniert, nur ziseliert und die Gussmasse in unterschiedlichem Grad ausgebürstet, um den Eindruck des Unmittelbaren zu verstärken.

»Die Plastiken von Till Pansow drücken den Willen zu den Gesetzen der Bildhauerei und seinen Wirkungsmechanismen aus. Es existiert die Klarheit der Gesamtform, Klarheit des Fernbildes - die Hauptansicht. Die Einzelform ordnet sich dem Ganzen unter. Kubische Wucht - manchmal Gedrungenheit. Von der Gesichtsvorstellung ausgehend kommt es zur gezügelten Bewegungsvorstellung - die Vorstellung sucht das Raumbild auf seine einfachsten Faktoren zurückführen. Es existiert ein Unterschied zwischen Daseins- und Wirkungsform. Das Neue besteht hier nicht nur in dem was gesagt wird, sondern im Ereignis seiner Wiederkehr.... Die Aktualität seiner Figuren liegt im Anachronismus gegenüber der spürbaren postmodernen geistigen Verwahrlosung.«
(Rolf Biebl zur Vernissage der Ausstellung 2003 in Bürgerhaus Teuteburger Platz, Berlin)

 

 

 

 

 

re.: Große Stehende, 2013, Ton, 190 x 44 x 35 cm

 

Zum Abschluss noch Beispiele der Grafiken von Till Pansow.

o.: Frühling, 1991, Lithographie, 30 x 25 cm /  Sommer, Monotypie
u.: Herbst, 1993, Lithographie, 30 x 25 cm / Winter, Monotypie, 45 x 32 cm
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Sehr geehrte Damen und Herren,

nun hat der meteorologische Herbst begonnen, hoffen wir noch auf ein paar sonnige Tage und ein bisschen Wärme bis wir uns in Wartestellung auf den Frühling begeben. Hoffen wir, dass die vierte Welle der Coronapandemie nicht wieder alles kulturelle Leben im Herbst zerstört, Zeit zur Vorbereitung hatten alle Verantwortlichen zur Genüge gehabt.

In Vorbereitung ist in diesem Jahr ein Weihnachtskalender der Kleinplastik zu Sonderkonditionen.
Das verkürzt die Wartezeit auf Weihnachen.

Nun wünsche ich aber erst einmal einen angenehmen Herbst
und bleiben Sie gesund



Ihr Dr. Wilfried Karger

 

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