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Druckgrafik

 

 

Theo Balden
Pieta, 1979, Lithographie, 23,5 x 40 cm/35 x 49 cm

 

 

 

Plastik

 

 

Theo Balden
Frau im Wind, 1967, Bronze, 50,5 x 41 x 23,5 cm

 
Theo Balden
Frau vor dem Spiegel, 1980, Bronze, 20,5 x 12,5 x 11,5 cm

 
Theo Balden
Metamorphose, 1980, Bronze, 39 x 40,5 x 27 cm

 
Theo Balden
Mutter und Kind, 1992, Bronze, 34,5 x 17 x 27,5 cm

 
Theo Balden
Sitzende, 1992, Bronze, 15 x 9,5 x 8,5 cm

 
Theo Balden
Sitzende, 1948, Bronze, 50,5 x 25,5 x 25 cm

 

 

 

     

 

Biografie

 

Theo Balden wurde als drittes Kind des deutschen Auswandererehepaars Bertha und Otto Koehler am Rio Raffael in der Nähe der Stadt Blumenau geboren. Nach dem Unfalltod des Vaters im Jahr 1905 kehrte die Mutter mit ihren Kindern 1906 nach Deutschland zurück und zog nach Berlin. Ab 1910 besuchte er die Volksschule und erhielt wegen seines zeichnerischen Talents ab 1917 Zeichenunterricht.

Von 1918 bis 1922 absolvierte er eine Ausbildung als technischer Zeichner in der Maschinenbaufabrik Ludwig Loewe & Co (Berlin) und studierte 1923 bis 1924 am Bauhaus in Weimar unter anderem bei Lászlo Moholy-Nagy
und Oskar Schlemmer. Seit 1924 war er freischaffend. 1928 trat er in die KPD ein und trat 1926 auch der Roten Hilfe – einer Solidaritätsorganisation der KPD – bei.
1929 wurde Balden Mitglied in der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (Asso). Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus war er in einer illegalen Widerstandsgruppe aktiv und wurde im Januar 1934 verhaf-
tet. Nach 9 Monaten Haft wurde er unter Polizeiaufsicht freigelassen.
1935 konnte er nach Prag mit einem falschem Pass auf den Namen Theo Balden fliehen. Diesen Namen behielt er auch in Zukunft bei.

In Prag war er Mitbegründer und erster Vorsitzender des Oskar Kokoschka Bundes deutscher und österreichischer Künstler. Die Besetzung der Tschechoslowakei 1939 durch die Deutschen zwingt ihn zur Flucht nach Großbritannien. In London wirkte er weiter als Künstler und arbeitete daneben als Gärtner. Hier heiratete er auch Annemarie Romahn (Annemarie Balden-Wolff). Nach dem deutschen Angriff auf Frankreich wurde Balden wie andere deutsche Emigranten als „feindlicher Ausländer“ interniert und mit deutschen Kriegsgefangenen nach Kanada gebracht. Nach mehreren Monaten im Internierungslager wurde Balden 1941 nach Fürsprache der britischen Royal Academy of Arts freigelassen und kehrte nach London zurück.
Er beschäftigte sich in einer Gießerei mit Metallguss und arbeitete für das Museum der Stadt Derby. Seine Werke wurden in verschiedenen Ausstel-
lungen in Großbritannien gezeigt.

1947 kehrte er nach Deutschland zurück und war 1948 bis 1950 Mitarbeiter der Satirezeitschrift Ulenspiegel. 1950 erhält er auf Anraten von Maart Stam den Lehrauftrag für das Grundlagenstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sein Lehransatz, geprägt durch seine Bauhausstudien, wird stark kritisiert und seine Lehrtätigkeit entschieden behindert. Nach einem Herzinfarkt 1958 wird ihm seine vorzeitige Suspendierung mitgeteilt.
Seit 1958 Arbeit als freischaffender Künstler in Ostberlin.
1965 erhält er den Kunstpreis der DDR. Ausstellungen in Dresden, Halle, Magdeburg, Rostock, Stralsund und Greifswald und eine Ausstellungs-
tournee durch mittelenglische Städte.
1967 und 1976 Nationalpreis der DDR. 1969 Johannes R. Becher-Medaille und Käthe Kollwitzpreis der Akademie der Künste der DDR, dessen Mitglied er 1970 wird. 1971 Einzelausstellung in der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und im Museum der Bildenden Künste zu Leipzig.
In den folgenden Jahren Ausstellungen im Kunstmuseum Aalborg (Däne-
mark), in Kristiansand (Norwegen), in Moskau, Potsdam, Schwerin, Rostock, Leipzig, Warschau, und Paris.
1979 Vaterländischer Verdienstorden und 1983 Karl-Marx-Orden.
1983 Ausstellung in der Akademie der Künste, Berlin.
1984 Ehrenpromotion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und 1990 Ehrenprofessur der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
1993 Beteiligung an der ersten Mitgliederausstellung der Vereinigten Akademien der Künste Berlin-Brandenburg.

Am 30. September 1995 in Berlin verstorben.

 

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