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Buchpremiere zur
Eröffnung der Ausstellung:

Rosemarie und Konrad Donhuijsen:
»Dunkel's Freiheit«
Wasmuth Verlag,
Tübingen/Berlin 2016
ISBN 978-3-8030-3380 2

 

Ausstellung im Kabinett des showrooms
im stilwerk Berlin

Joachim Dunkel: »jenseits von schwer«
Skulpturen und Zeichnungen

23. September bis 17. November 2016, Eintritt frei
Di – Fr 14 – 19, Sa 10 – 19 Uhr und nach Vereinbarung

Info-/Einladungs-
faltblatt PDF

Vernissage am Donnerstag, dem 22. September, 19 Uhr
es spricht Professor Dr. Helmut Börsch-Supan,
Kunsthistoriker, Berlin

  Biografie    Werkabbildungen   Blick in die Ausstellung
  Rede zur Eröffnung

Die Ausstellung zeigt Bronzeplastiken, die sich der Schwere des Materials zu widersetzen versuchen, eher einen Schwebezustand simulierend, den diese natürlich nie erreichen können. denn das Material Bronze strahlt eher Schwere aus.
Dies aber ist eine charakteristische Haltung des Werkes von Joachim Dunkel, etwas zu verhüllen, das er im eigentlichen meint.
Die Anmut des weiblichen Aktes verbirgt er hinter einer aufgebrochenen Oberfläche, hinter einer rauen Schale sozusagen. Die Liegende lässt sich durchaus auch stellen, die Sitzenden können auch liegen, so hatte die vergangene Ausstellung auch den Titel »zwischen Sitzen und Liegen« und beschäftigte sich eben gerade mit jenen formalen Problemen.

Für die Ausstellung wird die Skulptur

»Berolina Contemporary« aus dem Jahr 1987
Bronze, H: 31,5 cm (auf Eisenplinthe 21 x 21 cm)

in einer Auflage von sechs Güssen (épreuve d'artiste)
zu einem Sonderpreis von 3 800 € zur Verfügung stehen.

 

Für größere Darstellung und Werkdetails bitte auf die Abbildungen klicken.

Fotos: Hermann Büchner, Berlin - außer »Berolina Contemporary«:
© Maria Dunkel

 

 

 

Kalliope, aus: Vier Musen, 1971/72 · Weibliche Figur torsiert, auf hohem Sockel stehend, 1965
Mittelgroße weibliche Figur gehend, 1997 · Melpomene, aus: Vier Musen 1971/72

Pferd fliegend, 1959

Springendes Pferd, 1984

Pferd steigend II, 1964

Die Form war alles für Joachim Dunkel, nur über sie näherte er sich seinem Gegenstand, der Figur. Ihre Gestaltung hatte für Dunkel etwas zu tun mit dem Gestalten von Leben, mit ständiger Veränderung. Das war für ihn seine Aufgabe, sein Problem, und er suchte es durch Arbeit zu bewältigen

Das plastische Schaffen von Joachim Dunkel gehört zweifellos zu den Höhepunkten in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Westberlin, vom Kunstmarkt unterbewertet, von den Museen vernachlässigt, sowohl von der Berlinschen Galerie als auch vom neuen Kunsthaus Dahlem, dessen Schwerpunkt das plastische Schaffen Berlins der Nachkriegszeit ist.

Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan sprach im Jahre 2007 zur Vernissage der Ausstellung darüber, was man lernen könnte, »wenn man in einer umfassenden Ausstellung (...) der Frage nachgehen würde, was auf dem Gebiet der Skulptur in Ost- und Westberlin nach 1945 geleistet und was versäumt worden ist und bis in die Gegenwart hinein in Berlin geleistet und versäumt wird. Es würde sich eine stark zerklüftete Kunstlandschaft darbieten, und Joachim Dunkel wäre ein Gipfel dieses Gebirgsmassivs. Verhältnismäßig wenige nur sind es, die wissen, wie bedeutend er als Künstler ist, wie hoch er viele überragt, die nur auf dem Markt ihn überflügeln.«

 

Helmreiter, 1993

Säulentorso, 1980

Bozzetto, 1987

Kreuzigung VII, 1978 · Urteil des Paris II, 1973 · Kreuzigung III, 1968-71

Joachim Dunkel, 1925 - Berlin - 2002, studierte nach Kriegsdienst und Gefangenschaft an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, danach an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg, wo er Meisterschüler Bernhard Heiligers wurde. Seine Begabung erkannte man rasch, Stipendien, u.a. von seiten der Studienstiftung des Deutschen Volkes, und Preise, so der Rompreis Villa Massimo, der Georg Kolbe-Preis, der Kunstpreis für Großplastik des NOK, bedeuteten Lebenshilfe und Ermutigung. Der Platz des Künstlers war und blieb in der Folge Berlin, wo dann 1974 die Berufung in eine Professur an der Charlottenburger Hochschule erfolgte. Joachim Dunkel lehrte »Zeichnen und Modellieren nach der Natur« an den Akademien von Berlin und Breslau/Wroclaw. Die Münchener Secession und die Neue Darmstädter Sezession wählten ihn zum Mitglied. In Berlin ist Joachim Dunkel sowohl im Stadtraum als auch in öffentlichen Sammlungen präsent. Das weite Spektrum seiner Arbeiten für den Freiraum umfasst hier u. a. vier Attika-Figuren auf dem Schloss Charlottenburg, eine »Spiellandschaft mit Fabeltieren« an der Lankwitzer Kindertagesstätte Frobenstraße, »Europa und der Stier« am Gewerbezentrum Pankow (Französisch-Buchholz), »Sonne, Mond und Sterne. Sechs Gestirne« für die Siedlung Heilmannring in Charlottenburg Nord (Hans Scharoun).
Joachim Dunkel war zeitlebens ein gefragter Porträtist. Sein frühes Selbstbildnis (1951) besitzt die Nationalgalerie. Unter den weithin bekannten Köpfen sind Gustav Heinemann, Bundespräsident von 1969 - 74, die Bischöfe Hermann Kunst (BRD) und Albrecht Schönherr (DDR), die Intendanten Boleslav Barlog und Carl Ebert. Posthum modellierte er beispielsweise den Dichter Max Herrmann-Neiße, Naturwissenschaftler wie Siemens oder Helmholtz, den aus seinen Ämtern vertriebenen Juristen und Bürgermeister von Kreuzberg Dr. Carl Herz.

Weitere Informationen: Internetpräsenz Joachim Dunkel

 

Blick in die Ausstellung

Für größere Darstellung bitte auf die Abbildungen klicken – Fotos: Dietrich Graf

 

     

 

 

 

 

 

 

 

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